Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige: Warum sie Pflicht ist und worauf es ankommt
Für Selbstständige ist die Berufsunfähigkeitsversicherung keine Option unter vielen – sie ist oft die einzige Absicherung der Arbeitskraft überhaupt. Denn was viele unterschätzen: Wer nicht gesetzlich rentenversichert ist, hat im Ernstfall keinerlei Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Fällt die Arbeitskraft weg, fällt das Einkommen komplett weg.
Warum Selbstständige besonders exponiert sind
- Kein gesetzliches Netz: Die meisten Selbstständigen zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein – damit entfällt auch der ohnehin schwache Schutz der Erwerbsminderungsrente vollständig.
- Laufende Fixkosten: Büro, Leasing, Personal und Kredite laufen weiter, auch wenn Sie ausfallen – die Lücke ist oft größer als das reine Privateinkommen.
- Krankentagegeld reicht nicht: Es überbrückt Wochen und Monate, aber keine dauerhafte Berufsunfähigkeit.
Worauf es im Vertrag für Selbstständige ankommt
- Verzicht auf abstrakte Verweisung: Der Versicherer darf Sie nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten.
- Umorganisationsklausel prüfen: Bei Selbstständigen prüfen Versicherer, ob der Betrieb so umorganisiert werden kann, dass Sie weiterarbeiten könnten. Gute Tarife regeln eng, wann das zumutbar ist – hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
- Nachversicherungsgarantien: Ihr Einkommen wächst mit dem Geschäft – der Vertrag sollte Erhöhungen ohne neue Gesundheitsprüfung erlauben, etwa bei Umsatzsprüngen, Heirat oder Nachwuchs.
- Realistische Rentenhöhe: Als Faustregel rund 80 % des Nettoeinkommens – schließlich muss die BU-Rente auch Ihre Altersvorsorge weiter finanzieren.
Vorerkrankungen? Erst anonym vorfühlen
Gerade Selbstständige zögern die BU oft jahrelang hinaus – und sammeln in der Zwischenzeit Diagnosen, die den Abschluss erschweren. Die Lösung ist die anonyme Risikovoranfrage: Wir prüfen Ihre Chancen bei mehreren Versicherern, ohne dass eine Ablehnung aktenkundig wird. Erst wenn die Einschätzungen vorliegen, stellen Sie den eigentlichen Antrag.
Der erste Schritt: Ihre Zahl kennen
Wie hoch Ihr persönlicher Absicherungsbedarf ist, rechnen Sie in 60 Sekunden selbst aus – im FairCheck, ohne E-Mail und ohne Anmeldung. Und wenn Sie die Zahl vor sich haben, prüfen wir sie gemeinsam in der unabhängigen BU-Beratung – inklusive Marktvergleich und Kleingedrucktem.
Häufige Fragen zur BU für Selbstständige
Brauchen Selbstständige wirklich eine BU-Versicherung?
Dringender als Angestellte: Ohne Arbeitgeber-Lohnfortzahlung und mit oft geringen Ansprüchen an die gesetzliche Erwerbsminderungsrente trifft der Ausfall der Arbeitskraft Selbstständige unmittelbar.
Wie hoch sollte die BU-Rente für Selbstständige sein?
Als Richtgröße empfehlen wir rund 80 Prozent des Nettoeinkommens – genug für Lebenshaltung und das Weiterführen der Altersvorsorge. Unser FairCheck rechnet Ihre Zahl in zwei Minuten aus.
Was ist mit der Erwerbsminderungsrente?
Damit planen wir grundsätzlich nicht: Viele Selbstständige haben kaum Ansprüche, und die Hürden für die volle Rente sind hoch. Kommt sie doch, ist sie ein Bonus – keine Planungsgrundlage.
Wie gut ist Ihre Arbeitskraft abgesichert?
Rechnen Sie Ihren Absicherungsbedarf in zwei Minuten selbst – oder lassen Sie uns gemeinsam auf Ihre Situation schauen.
Kostenloses Erstgespräch buchenDieser Beitrag wurde vom Beraterteam von FaireFinanzen erstellt und fachlich geprüft – unabhängige Versicherungsmakler aus Berlin mit über 1.000 betreuten Mandanten. Lernen Sie das Team kennen →
Passend zum Thema: Unabhängige BU-Beratung in Berlin · Ihre Zahlen selbst rechnen im FairCheck
